Katalogtexte der Museen zu unseren Nachschöpfungen


Begleittext von Prof. Dr. Otto Doppelfeld im Katalog 1978

Die Entwicklung des Glases im Laufe der Geschichte ist nur in welthistorischen Dimensionen zu fassen. Mehr als zwei Jahrhunderte dauerte es, bis die Menschheit um 1500 v. Chr. Auf den Gedanken kam, einen der ersten Kunststoffe ihrer Geschichte nicht nur zu Perlen und dergleichen, sondern auch zur Herstellung von Hohlglas zu nutzen. Die ersten winzigen Gefäße waren aber im Grunde nichts anderes als große Perlen. Sie wurden wie diese gewickelt und auf einer Steinunterlage geknetet („gemärbelt“). Den gewünschten Hohlraum wusste man sich so zu verschaffen, dass man das Ganze über einen sandig tonigen Kern formte, der hinterher zertrümmert und entfernt wurde. Wiederum dauerte es dann eineinhalb Jahrtausende, während der man größeres Hohlglas nur als offene, in eine Form gegossene Schalen kannte (Anmerkung der CCAA GLASGALERIE KÖLN: der aktuelle Forschungsstand geht mittlerweile von einer anderen Herstellungstechnik dieser frühen Gefäße aus), bis man nicht lange vor Christi Geburt in Syrien endlich auf den Gedanken kam, das Glas nicht in die Form zu gießen, sondern hinein zu blasen. Die Glasmacherpfeife war erfunden und bald wusste man auch mit dem feurigen Ball frei zu spielen, ihm ohne feste Form fast jede beliebige Gestalt zu geben.

 

Man könnte jetzt vom Anbruch einer „Glaszeit“ sprechen, die die Stein-, Bronze- und Eisenzeit ablöste, denn die Chancen, die die neue Erfindung für eine industrielle Nutzung bot, wurden sofort von den uralt berühmten phoenizischen Handelsherren in Sidon wahrgenommen, -bald darauf auch von den nicht weniger cleveren Galliern. Schließlich hat wohl aber auch die staatliche römische Kulturpolitik der beginnenden Kaiserzeit ihren Teil dazu beigetragen, dass selbst an der nördlichen Grenze des Reiches in der eben gegründeten Stadt am Rhein, der COLONIA CLAUDIA ARA AGRIPPINENSIUM – dem heutigen Köln -, eine Glashütte errichtet wurde, die den Germanen am anderen Ufer die neueste Errungenschaft des Imperiums anbieten konnte.

 

Die Zeit des mundgeblasenen Glases dauerte von nun an wiederum fast zwei Jahrtausende. Sie wird heute für den Massenbedarf durch das maschinell hergestellte Glas abgelöst. Bleiben aber wird das mundgeblasene Glas für den Liebhaber und Freund der handwerklichen Kunst.

Die jetzt vorliegende Serie der CCAA GLASGALERIE KÖLN besteht nicht nur aus Abgüssen oder Abformungen antiker Originale, es sind vielmehr w i r k l i c h e N a c h s c h ö p f u n g e n aus den unermesslichen Schätzen des Römisch-Germanischen-Museums in Köln. Die Herstellungsweise entspricht dem römischen Original, das freie Blasen oder das Blasen in eine Form, die Form kann mehrteilig, aufklappbar sein – für ganze oder auch reliefverzierte Gläser, sie kann ferner einteilig sein – dann ist sie in der Regel eine Halbformfür den unteren Teil zylindrischer oder kantiger Gefäße, oder es ist nur eine Vorform, in der die noch kleine Glasblase (das Külbel) eine streifige Struktur erhält, die beim Ausblasen mehr oder weniger verschwimmt und auch spiralig gedreht werden kann – so wie bei Rippenschalen und „optischem Glas“. Der Rand des Gefäßes kann abgesprengt und beschliffen oder umbörtelt sein. Einfache Spiralfäden werden aufgelegt, indem aus einer Glasmenge der Glasfaden herausgezogen wird, um auf das zu umwickelnde Gefäß aufgeschmolzen zu werden. Dabei ist das Gefäß meist an seinem Boden an einer langen Eisenstange – dem Hefteisen – angeheftet. Durch die Drehungen auf dem Holmen des Glasmacherstuhls oder einfach auf den Oberschenkeln des Glasmachers wird der Hohlkörper mit dem Glasfaden unmsponnen. Die perlenartigen bunten Glastupfer („Nuppen“) werden, ebenso wie die Henkel, Oesen, Delphin-Oesen und schnabelförmigen Ausgüsse, frei geformt.

 

So gleicht kein Stück genau dem anderen. Die zierlichen Kännchen, die dickwandigen Aryballoi, die Flaschen und Krüge sind wiedererstandene Originale, Zeugnisse für eine hohe Kunst, die auch in unserem Zeitalter maschineller Massenproduktion nicht aussterben wird. Die kleine Sammlung von 14 Gläsern wird sich um eine zweite Kollektion ergänzen. Die Auswahl an Vorbildern im Museum ist geradezu unerschöpflich.

 

Prof. Dr. Otto Doppelfeld

Begleittext in unserem Katalog von 1978



Begleittext von Prof. Dr. Hugo Borger im Katalog 1979

Ein eigentümlicher Reiz geht von den Gläsern der römischen Epoche aus. Bewundert werden die klassischen Formen ebenso wie ihre Grazilität. Die Kenner schätzen indes auch die Patina, die die Gläser in der Zeit ihrer Entstehung noch nicht besaßen. Sie sit vielmehr durch die Lagerungsprozesse, denen die Gläser in den Jahrhunderten ihres Vergrabenseins ausgesetzt waren, aufgrund chemischer Prozesse entstanden. Deshalb brillieren die Gläser heute durch faszinierende opakene Oberflächen. Denkt man sie hinweg, bleibt in der Regel eine klare Form über, die ihr Vorbild meist aus tönernen oder bronzenen Gefäßen gezogen hat. Da diese immer auf einen bestimmten Zweck hin geformt waren, dürfte deutich sein, dass die zarten Gläser der römischen Zeitdurchweg Gefäße für bestimmte Zwecke gewesen sind, meist solche des banalen täglichen Lebens. Sie dienten nämlich als Trinkbecher, Honigtöpfe, Salbgefäße, für die Aufbewahrung von Wein wie anderer flüssiger Speisen. Sogar als Aschenurnen waren aus Glas gefertigte Behälter beliebt. Neben den im Alltagsleben unverzichtbaren Gläsen gab es auch solche, die nur für besondere Zwecke gefertigt wurden. Diese müssen zu den glänzenden Produkten des römischen Kunstgewerbes gerechnet werden, wogegen die überwiegende Mehrzahl als seriell produzierte Alltagsware bezeichnet werden muss.

 

Das Römisch-Germanische-Museum der Stadt Köln besitzt die wohl reichste Sammlung römischer Gläser in der ganzen Welt.

 

Dafür gibt es einen bestimmten Grund. Innerhalb, wie im Umfeld des römischen Köln – der COLONIA CLAUDIA ARA AGRIPPINENSIUM – standen große Vorräte an Quarzsand an, des für die Produktion von Glas unverzichtbaren Rohmaterials. Die Römer, Meister in der Entdeckung und Ausnutzung von Bodenschätzen, wussten sich diesen Umstand zunutze zu machen. Sie betrieben in der römischen Provinzstadt Köln verschiedene Glasmanufakturen. Die Erzeugnisse wurden seriell hergestellt. Es wurden dabei über den städtischen Bedarf hinausgehende Mengen produziert, was dazu führte, dass römisches Glas aus Köln auch außerhalb der Stadt vertreiben werden konnte. Das heißt: Kölner Glas war in römischer Zeit ein wichtiger Exportartikel wie zahllose Funde kölnischer römischer Gläser ausserhalb der Stadt bezeugen.

 

Besonders preiswert indessen werden die Kölner Produkte in der Stadt selbst erhältlich gewesen sein, gewissermaßen werkstattfrisch. Hier brauchten Kosten für Transport, Verpackung und so fort nicht auf den Kaufpreis aufgerechnet zu werden. So kann es nicht verwundern, dass fast alle römischen Gläser der bedeutenden Sammlung des Römisch-Germanischen-Museums der Stadt Köln von den ausgedehnten römischen Gräberfeldern vor den Toren der römischen Provinzhauptstadt stammen. Dies erklärt auch, warum die überwiegende Mehrzahl von ihnen völlig unversehrt ist. In die Särge rieselte nämlich fast immer die deckende Erde wie in eine Sanduhr ein. Dabei wurden die Gläser zart von sie schützendem Erdreich eingehüllt und blieben dadurch bis zum Tage der Ausgrabung in unseren Tagen erhalten.

 

So verwirrend die Formenvielfalt erscheinen mag, im Grunde ist der Typenvorrat schlicht und immer gemessen am Zweck, dem die Gefäße zu dienen hatten. Gerade in der Zweckmäßigkeit der Formen liegt für den Menschen des 20. Jahrhunderts ein außerordentlicher Reiz. Vermag er doch zu erkennen, dass die auf den Gebrauch gezogene Form nicht bloß eine Erfindung seiner eigenen Gegenwart ist, wie er gerne glaubt, sondern schon in früher Vorzeit Menschen auf die Bedürfnisse des Alltags gezogene Zweckformen seriell zu fertigen wussten. Mit diesen klaren Formen wurde damals bereits einem echten Marktbedürfnis entsprochen.

 

Dem oft geäußerten Wunsch, aus den reichen Beständen der Museen Stück abzugeben, zumal wenn diese Dubletten zu sein scheinen, kann nicht entsprochen werden. Die Grundaufgabe eines jeden Museums bleibt das Sammeln. Damit verbunden ist die zweite, das Gesammelte durch Forschung und Präsentation der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diesen Grundaufgaben des Museums weiß sich das Römisch-Germanische-Museum der Stadt Köln in besonderer Weise verpflichtet. Damit verbunden ist die Verpflichtung, den vielfältigen Wünschen der interessierten Bevölkerung Rechnung zu tragen. Vielen Besuchern genügen die vielfältigen Aktivitäten und wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Museums nicht. Wenn sie denn schon nicht Originale aus dem Museum erwerben können – diese sind schlicht und einfach Besitz der Allgemeinheit und damit als solche nicht veräußerbar, von wissenschaftlichen Gründen ganz abgesehen – dann soll wenigstens dem verbreiteten Wunsche stattgegeben, Nachbildungen nach den Originalen erwerben zu können.

 

Die in diesem Katalog vorgestellten Nachbildungen römischer Gläser sind keine Repliken aus dem Besitz des Römisch-Germanischen-Museums der Stadt Köln, sondern freie Nachschöpfungen heute tätiger Glasmacher für die CCAA GLASGALERIE KÖLN. Auf diesen erheblichen Unterschied muss hingewiesen werden, um die Produkte von gängiger Replikatware zu unterscheiden. Oder um es anders auszudrücken: Es handelt sich bei dieser Serie um in unseren Tagen geschaffene Gläser nach römischen Formen.

 

Da es jetzt geschaffene Originale sind, die römische Formen variieren, wird die Originalität der römischen Gläser im Römisch-Germanischen-Museum der Stadt Köln nicht angetastet, sondern das schlichte Formengut der gewesenen Zeit als ein noch mögliches Vorbild in die Gegenwart tradiert.

 

Auf diese Art wird die alte Tradition der Kunstgewerbemuseen aus dem 19. Jahrhundert wieder aufgegriffen und dem außerdem verbreiteten Wunsche des Publikums nachgegeben, einen Schimmer der gewesenen Welt auf dem Umweg über die Metamorphose selbst in den Händen halten zu können.

 

In diesem Sinne begrüßen die Historischen Museen der Stadt Köln die Initiative der CCAA GLASGALERIE KÖLN. Unter diesem Gesichtspunkt haben sie die Zusammenarbeit mit der Glasgalerie gesucht. Unter diesem Aspekt wünschen sie den in unseren Tagen geschaffenen Gläsern nach römischen Formen eine weite Verbreitung. Der Kreis der Liebhaber römischer Gläser und römischer Kulturgegenstände soll auf diesem Wege vertieft und erweitert werden.

 

Professor Dr. Hugo Borger

Generaldirektor der Historischen Museen der Stadt Köln

 

Begleittext zu unserem Katalog 1979



Begleittext von Prof.Dr. Hugo Borger im Katalog 1985

Römische Gläser aus Köln

 

In der römischen Welt wurden die meisten Zivilisationsgüter in Handwerksbetrieben hergestellt. Sowohl auf dem flachen Lande wie in den Städten waren die einzelnen Handwerke stark spezialisiert. Fast alles wurde von Hand gemacht. Maschinen, die es bereits auch gab, spielten eine untergeordnete Rolle. Zurechtkommen mussten alle Handwerker mit den wenigen Energiequellen, welche zur Verfügung standen, und das waren vor allem Menschen- und Tierkraft sowie fließendes Wasser und Feuer. Hinzu kam allerdings auch – und dieses soll man nicht zu gering veranschlagen – Menschliche Erfindungskraft und vor allem Phantasie, welche allerdings in der römischen Handwerkerproduktion fast immer durch den Verstand vor dem Überborden verschont blieb. Das mag der Grund dafür sein, warum die römischen Erzeugnisse in aller Regel durch Formschlichtheit gekennzeichnet sind, Formenüberschwang dagegen die Ausnahme blieb.

 

Das römische Köln, das im Rahmen der Offensivmaßnahmen des römischen Reiches nach 38 vor Christus als Oppidum Obiorum entstand, bald zu einem ausgeprägtem Stadtwesen sich entwickelte, ist fast von seinen Anfängen an arbeitsteilig organisiert gewesen. Eingebunden in den Prozess einer systematischen Landerschließung, die bereits viele Grundzüge der mittelalterlichen Kultur aufwies, wurde Köln ein Ort für Produktion, Güterumschlag und weitreichenden Handel wie zu einem Zentralort der Verwaltung. Die eigentliche Blüte des Gemeinwesens begann mit der Erhebung zur Colonia italischen Rechts50. nach Christus. Sie erreichte Gewicht im 2. und 3. Jahrhundert und kannte auch im 4. Jahrhundert für die Handwerksbetriebe noch Höhepunkte.

 

Neben den, wie man es ausdrücken möchte, landläufigen Handwerkern, also neben den Bildhauern und Steinmetzen, den Schmieden, Metallgießern Goldschmieden, neben Töpfern, Mosaizisten und Malern haben nach allem, was aus den archäologischen Befunden bekannt ist, die Glasproduzenten in Köln einen besonderen Rang und eine hohe Produktionskapazität besessen.

 

Alle Handwerker, die mit Feuer arbeiten mussten, waren in der Regel in einer römischen Stadt vor den Mauern angesiedelt, so auch die Glasbläser, deren Werkstätten in kleinen Ausschnitten in dem Areal am Eigelstein seitlich einer Ausfallstraße nachgewiesen wurden. Die schlichten runden oder eckigen Öfen, die immer wieder erneuert werden mussten, lagen dicht übereinander, der eine dem anderen folgend. Sie waren aus Ziegelsteinen gebildet. Mit den Ofenbatterien waren seit dem 1. Jahrhundert steinerne Werkstatthäuser verbunden.

 

Die Lage der Handwerksbetriebe an den Straßen war günstig für den Zutransport der Rohmaterialien, doch ebenso praktisch für den Verkauf, denn die Straßen bildeten den Rückhalt nicht bloß für den Güterverkehr, sondern sie waren von Reisenden aller Art, privaten, geschäftlichen und militärischen, gleichermaßen genutzt. So findet man denn sogar auf dem flachen Lande die Handwerksbetriebe in der Regel in einer Anbindung an die Straßen.

 

Der Schwerpunkt an römischer Glasproduktion ist in Köln nicht von ungefähr entstanden. Der unerlässliche Rohstoff für Glas, das man gerne einen der ersten Kunststoffe des Menschen nennt, ist Quarzsand. Solcher stand im römischen Köln in einer besonderen Qualität wie in ausreichender Menge an. Mit dem Quarzsand hat man Pottasche oder Soda vermengt und daraus das Rohglas geschmolzen.

Das Rohglas wurde durch Zusätze entweder entfärbt, wobei das Entfärben des Glases seit dem 2. Jahrhundert nach Christus besonders geschätzt war. Nach Otto Doppelfeld gibt es im Kölner archäologischen Befund Anzeichen dafür, dass man hier das Entfärben der Glasmasse schon im 1. Jh.n.Chr. beherrschte.

 

Die Glasproduktion wurde im römischen Köln in großem Umfang betrieben. Obschon man sich zur Glasherstellung der Glaspfeife bediente, ist nicht alles Glas frei geblasen, sondern viele Stücke sind in Formen hineingeblasen worden. Das heißt, es gab eine richtige „Serienproduktion“. Das ist auch verständlich, denn nicht nur damals war der Markt für Glas groß, sondern mit diesem Werkstoff konnten kostbare Silber- und Bronzegefäße für den kleinen Geldbeutel in Glas nachgeahmt werden. Doch auch für viele Gefäße des täglichen Lebens, vom Parfümgefäß bis zur Urne, bot sich das Glas als geeignetes Material an. Darüber hinaus war der amorphe Stoff aber auch geeignet, der Formphantasie breiten Raum zu eröffnen. Insbesondere seit dem 2. Jahrhundert nimmt deshalb auch die Zahl jener Gläser zu, die man als Schöpfung eigener Art bezeichnen und den großen Leistungen des Kunsthandwerks zurechnen muss. Hier haben die berühmten Kölner Schlangefadengläser ihren Platz, später auch die Schliffgläser und vor allem natürlich die berühmten Kölner Diatrete, wo mit Hilfe von Polierrädern mit beweglicher Achse aus bisweilen mehrfarbigen Glasblöcken kostbare von Netzen umzogene Kunstwerke von atemberaubender Schönheit herausgeschliffen worden sind (Anmerkung CCAA GLASGALERIE KÖLN: dies ist nicht mehr aktueller Stand der Forschung).

 

Das römische Glas war in Köln selbst sehr begehrt, wie man an der Ausstattung der römische Gräber auf den riesigen Gräberfeldern des römischen Köln sehen kann. Aus den Kölner Grabfunden speist sich der außerordentliche Reichtum der Glassammlungen des Römisch-Germanischen-Museums, die als die größte, vielfältigste, de wohl sogar als die schönste ihrer Art in der Welt gilt.

 

Gerade die einfachen, klassischen Formen entzücken noch heute die Menschen. Natürlich können Museen nichts von ihrem reichen Besitz an Freunde der Glaskunst abgeben. Was die Museen sammeln und besitzen, ist nämlich das Eigentum aller. Aber verstehen können es die Museumsleute, dass viele Menschen wenigstens einen „Abglanz“ römischer Gläser in ihrer Nähe haben wollen. Deshalb begrüßen sie die Initiative der CCAA GLASGALERIE KÖLN, die nach alter Glasbläserart gefertigte Nachschöpfungen unserer Gläser produziert.

 

Wir sind sicher, dass diejenigen, die solche Stücke erwerben, auch gerne ständige Besucher des Römisch-Germanischen-Museums werden. Noch mehr allerdings wünschen wir uns, sie würden auch Mitglieder der Archäologischen Gesellschaft, Köln, der Vereinigung der Freunde und Förderer des Römisch-Germanischen-Museums, die immer dann einspringen, wenn die Mittel der Stadt Köln nicht ausreichen, um die wissenschaftliche Erschließung der archäologischen Arbeit in Köln zu gewährleisten.

 

Prof.Dr. Hugo Borger

Generaldirektor der Museen der Stadt Köln

Begleittext zu unserem Katalog 1985